Gesteckpfeife mit Porzellankopf „Der Gott und die Bajadere“ nach J. H. Ramberg, D2701
Deutschland (vermutlich Thüringen/Berlin), um 1830–1840
Pfeifenkopf
Porzellankopf mit festem Abzug in klassischer Biedermeierform mit fein ausgeführter polychromer Porzellanmalereii nach der Vorlage „Der Gott und die Bajadere“ von Johann Heinrich Ramberg (1763–1840), veröffentlicht im Taschenbuch Minerva 1822, gerahmt von goldstaffierter Bordüre und auf der Rückseite in schwarzer Schreibschrift bezeichnet „Der Gott und die Bajadere“. Am Ende des Abgusses ist ein schalenförmiger gekröpfter Deckel, wohl Neusilber, befestigt.
Gesteck
Das Gesteck besteht aus hochwertigen, gedrechseltem und geschnitztem Elfenbein in Spiralform mit plastisch ausgearbeiteter Schlange. Im Kopf der Schlange eingelassener kobaltblauer Glaseinsatz als dekoratives und symbolisches Element, daran anschließend ein flexibles Rohr und ein Mundstück ebenfalls aus Elfenbein.
Pfeifenkopf: H=9,4cm
Gesteck: L= 25,5cm
Provenienz
- 2024, September – „Sammjung Dauer, Magdeburg“ von Privat aus Kolbermoor
Anmerkung
Die Kombination aus figural bemaltem Porzellankopf, qualitätvoller Werkstattmalerei und luxuriösem Elfenbeingesteck weist auf eine gehobene Fertigung für einen wohlhabenden Auftraggeber hin. Vergleichbare Stücke wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem in Thüringen sowie im Umfeld der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin hergestellt.