Pappmaché-Deckel einer Tabatiere mit Miniaturmalerei, D2810
„Deutschland oder Österreich, um 1820-1840
Fein gearbeiteter Deckel einer Tabatiere aus schwarz lackiertem Pappmaché mit goldgehöhter Rahmung. Die Oberfläche ziert eine qualitätvolle Miniaturmalerei in Öl bzw. Lackfarben, die eine idealisierte junge Frau im Halbakt zeigt. Die Darstellung verbindet typische Elemente der Biedermeierzeit: ruhige Eleganz, intime Atmosphäre sowie die Verbindung von Bildung und Sinnlichkeit, symbolisiert durch das Buch in der Hand der Dargestellten. Die sorgfältige Ausführung der Gesichtszüge, die differenzierte Farbgebung sowie die harmonische Komposition verweisen auf eine gehobene Atelierarbeit des frühen 19. Jahrhunderts. Die rückseitige Ausführung zeigt die für Pappmaché typische Materialstruktur sowie alte Sammlungs- bzw. Inventaretiketten. Solche dekorativen Tabatieren bzw. deren Deckel waren im Biedermeier besonders im bürgerlichen Milieu verbreitet und dienten nicht nur als Gebrauchsgegenstand, sondern auch als Ausdruck von Geschmack und Bildung.“ (ChatGPT, 26.03.2026), Abmessungen: H=5,5; B=11,2cm
Provenien
- 2025, November – „Sammlung Dauer, Magdeburg“ von Privat aus Hamburg