Gesteckpfeife, Leda und der Schwan, Steingutmalerei, D2689
Deutsch (wohl Klösterle) um 1840
Diese außergewöhnliche Gesteckpfeife aus fein gearbeitetem Steingut zeigt in qualitätvoller Malerei mit Muffelfarben die mythologische Szene „Leda und der Schwan“.
Der zylindrische Pfeifenkopf ist zur Hälfte bemalt und durch eine goldstaffierte Rahmung eingefasst. Am unteren Rand befindet sich die Bezeichnung „Leda“.
Die original erhaltene Silbermontur mit gewölbtem Deckel ond darauf befindlicher Schlange sowie die geschwungener Öse entspricht der typischen Ausführung süddeutscher und böhmischer Werkstätten der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der reich verzierte Holzschaft mit textilummanteltem Schlauch sowie die dazugehörige Kette komplettieren das Ensemble.
Stilistische Merkmale, Ausführungsqualität und technische Details sprechen für eine Entstehung im Umfeld hochwertiger Pfeifenmanufakturen des Klösterle-/Ramberg-Kreises, ohne dass eine eindeutige Zuschreibung mangels Signatur möglich ist.
Dieses Objekt dokumentiert eindrucksvoll die Verbindung von Gebrauchsgegenstand und Kunsthandwerk im 19. Jahrhundert und stellt ein bemerkenswertes Zeugnis bürgerlicher Sammel- und Rauchkultur dar. (auszugsweise Wiedergabe ChatGPT vom 13.01.2025); Pfeifenkopf H=12,5cm; Gesteck L=31cm
Nachweis: D2689
Provenien
- 2024, August – „Sammlung Dauer; Magdeburg“ von Privat aus Memmingen
Anmerkung
- Die Pfeife wurde im Konvolut mit den Artikelnummern D2689 und D2690 erworben