Wallfahrt zu Pferd mit Geistlichem und Kind, Pfeifenkopf, Porzellanmalerei, D2843
Deutsch (wohl Thüringen) um 1845
Pfeifenstummel aus Porzellan, oben ausgekragt, den Korpus zu 2/3 umfassende Goldleiste, darin mit bunten Muffelfarben die Darstellung einer „religiös geprägte Genreszene mit Geistlichem, Begleitfigur und Kind beim Durchschreiten eines Gewässers, begleitet von einem weißen Pferd. Im Hintergrund erhebt sich eine Burganlage auf einer Anhöhe – ein klassisches Motiv der romantischen Historienmalerei des 19. Jahrhunderts. Die Szene steht sinnbildlich für Wallfahrt, Heimkehr und Schutz auf der Reise – Themen, die in der Pfeifenkultur des Biedermeier und Historismus von besonderer Bedeutung waren.“ Die Malerei besticht durch ihre subtile Farbigkeit, fein ausgearbeitete Gesichtspartien und die harmonisch gestaltete Landschaft mit weichem Himmelsverlauf. Der zarte Goldrand sowie die typische Pfeifenkopfform unterstreichen die qualitätsvolle handwerkliche Ausführung. Das Stück ist unsigniert, was bei thüringischen Pfeifenköpfen dieser Zeit durchaus üblich ist. Die Ausführung und Stilmerkmale lassen jedoch eine eindeutige Einordnung in die traditionsreiche Pfeifen- und Porzellanproduktion Mitteldeutschlands zu.“ (Quelle: ChatGPT, Januar 2026, Auszug); Stummelferse Presszahl 9, H=14,0cm (b=109,2; c=41,7mm)
Nachweis: D2843
Provenienz
- 2026, Januar – „Sammlung Dauer, Magdeburg“ vom privat aus Geiersberg, Österreich