Orientalische Panoramaszene mit Akropolis, Pfeifenkopf, Porzellanmalerei, D2842
Porzellanfabrik Schney, um 1850
Pfeifenstummel, oben ausgekragte Form, vollständig den Korpus umfassende Porzellanmalerei, „Dieser außergewöhnliche Pfeifenkopf aus der renommierten Porzellanfabrik Schney bei Lichtenfels zählt zu den qualitätvollsten Beispielen der deutschen Pfeifenporzellankunst des späten 19. Jahrhunderts. Das Gefäß ist rundumlaufend in feinster Handmalerei mit einer vielteiligen orientalisch-antiken Panoramadarstellung verziert.
Die Szene zeigt eine orientalisch gekleidete Familie mit Kind, einen Packreiter mit Pferd, Palmen, antike Ruinen sowie im Hintergrund deutlich erkennbar die Akropolis von Athen mit dem Parthenon. Die Darstellung verbindet klassische Bildungssymbolik mit der beliebten Orient-Romantik und spiegelt den Zeitgeist der Hälfte des 19. Jahrhunderts wider, in dem exotische Reisephantasien ein zentrales Motiv bürgerlicher Kunst- und Sammelkultur waren.
Der Pfeifenkopf ist mit kräftiger Polychrommalerei sowie breiten, sorgfältig ausgeführten Vergoldungen versehen. Die originale Silbermontierung mit Klappdeckel und Belüftungslöchern ist vollständig erhalten und zeigt eine altersgemäße, authentische Patina.
Erhaltungszustand:
Sehr guter bis ausgezeichneter Originalzustand. Keine Risse oder Restaurierungen am Porzellan, nur minimale altersbedingte Abnutzungsspuren an der Vergoldung.
Kulturelle Einordnung:
Solche umlaufend bemalten Panoramapfeifenköpfe gehören zu den repräsentativsten Erzeugnissen der Schneyer Manufaktur und wurden überwiegend für den gehobenen Export- und Sammlermarkt gefertigt. Sie gelten heute als seltene Zeugnisse der Verbindung von Porzellankunst, Reisemythos und bürgerlicher Alltagskultur des 19. Jahrhunderts.“ (Auszug aus ChatGPT, Jan. 2026)
Auf dem Stiel in unterglasur blau PFS unter Strich; Stummelferse mit Presszahl 7; H=12,8cm (a=124,1; b=95,6; c=36,0mm)
Nachweis: D2842
Provenienz
- 2026, Januar – „Sammlung Dauer, Magdeburg“ von privat aus Geiersberg, Österreich