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Patriotische Studentenpfeife, Urburschenschaft und 1.Wartburgfest, Meißen, Pfeifenkopf, D2266

Kategorie: Pfeifen, Meißen

Patriotische Studentenpfeife, Urburschenschaft und 1.Wartburgfest, Meißen, Pfeifenkopf, D2266

Meißen 1817/18

Pfeifenstummel aus Porzellan, Meißner Form, auf der Wandung beinahe vollständig umfassende, mit Goldleiste umrandete  Rechteckkartusche , darin mit bunten Muffelfarben in feiner Lupenmalerei reichhaltige Symbolik zur Urburschenschaft und dem ersten Wartburgfest 1817. Im Zentrum vor der „Deutschen Eiche“ an einem Pult stehen drei Herren mit schwarzen Talaren und Federhüten, die je die rechte Hand zum Schwur heben. Auf dem Pult ein Degen mit Eichenlaub, darunter der Schriftzug „Wartburg“ über einem 9-passigen Wappenschild. Auf der linken Seite des Schildes vor der aufgehenden Sonne die Stadtansicht von Eisenach. Auf der Rückseite die Widmung in schwarzer Shreibschrift „Frey seinem Böse“. Im Kessel unterglasurblaue Schwertermarke (ab 1817), Ferse mit Schleifstrich überlagerter Presszahl 36, als Zeichen für einen Hausmaler. H.= 10,7cm (b=84,5; c=35,3mm, Stielwinkel alpha=40Grad)
Zur Präsentation auf Würfel und Abguss montiert, H=16,5cm
Nachweis: D2266

Provenienz
•    2020, März – Sammlung Dauer von Privat aus Hattingen
•    2020, März – veröffentlicht in commons wikimedia
•    2020, April bis Mai – bei ebay angeboten für 5.500,-EUR

Anmerkung
•    Bei den drei Personen handelt es sich um die Mitglieder des Lützowschen Freikorps und Gründer der Deutschen Burschenschaft, Karl Otto Horn (1794-1879), Heinrich Herrmann Riemann (1793-1872) und Karl Hermann Scheidler (1795-1866), auf die Beendigung der Kleinstaaterei und die Einheit der Studentenschaft schwören.
•    Die Zahlenkombination im Wappenschild: IX – XXI, 113, 12.VI.1815, bedeuten: Gründungstag der ersten deutschen Burschenschaft am 12.06.1815 in Jena mit IX Vorstehern, XXI Ausschußmitgliedern und 113 Gründungsmitgliedern
•    gekreuzte Degen mit den Buchstaben E.F.V. für den Wahlspruch „Ehre Freiheit Vaterland“
•    Am 18. Oktober 1817 fand das erste Wartburgfest in  Eisenach statt.
•    Es ist anzunehmen, dass die Anfertigung des Pfeifenkopfes kurz nach dem Wartburgfest entstand, wonach die Datierung 1817/18 abgeleitet wurde. Morgenroth, der Fachmann für Porzellanpfeifenköpfe, gibt für die Anbringung des Schleifstriches die „frühen 20er Jahre des 19. Jh. an. Verg. /056, Seite 97/
•    Beschreibung bei Verkaufsabsicht 2020: Patriotische Studentenpfeife, Urburschenschaft und 1.Wartburgfest, Meißen, Pfeifenkopf, D2266

200 Jahre altes Kulturerbe, Eisenach, Wartburg, Biedermeier, Meißen 1817/18, Pfeifenstummel aus Porzellan, porcelain Pipe, old german pipe, porcelain pipe bowl, handpainted porcelain, Meißner Form, Museumsqualität, historisches Zeugnis; auf der Wandung beinahe vollständig umfassende, mit Goldleiste umrandete  Rechteckkartusche , darin mit bunten Muffelfarben in feiner Lupenmalerei reichhaltige Symbolik zur Urburschenschaft und dem ersten Wartburgfest 1817. Im Zentrum vor der „Deutschen Eiche“ an einem Pult stehen drei Herren mit schwarzen Talaren und Federhüten, die je die rechte Hand zum Schwur heben. Auf dem Pult ein Degen mit Eichenlaub, darunter der Schriftzug „Wartburg“ über einem 9-passigen Wappenschild. Auf der linken Seite des Schildes vor der aufgehenden Sonne die Stadtansicht von Eisenach. Auf der Rückseite die Widmung in schwarzer Shreibschrift „Frey seinem Böse“.
- Bei den drei Personen handelt es sich um die Mitglieder des Lützowschen Freikorps und Gründer der Deutschen Burschenschaft, Karl Otto Horn (1794-1879), Heinrich Herrmann Riemann (1793-1872) und Karl Hermann Scheidler (1795-1866), auf die Beendigung der Kleinstaaterei und die Einheit der Studentenschaft schwören.
- Die Zahlenkombination im Wappenschild: IX – XXI, 113, 12.VI.1815, bedeuten: Gründungstag der ersten deutschen Burschenschaft am 12.06.1815 in Jena mit IX Vorstehern, XXI Ausschußmitgliedern und 113 Gründungsmitgliedern
- gekreuzte Degen mit den Buchstaben E.F.V. für den Wahlspruch „Ehre Freiheit Vaterland“
- Am 18. Oktober 1817 fand das erste Wartburgfest in  Eisenach statt.
Es ist anzunehmen, dass die Anfertigung des Pfeifenkopfes kurz nach dem Wartburgfest entstand, wonach die Datierung 1817/18 abgeleitet wurde. Morgenroth, der Fachmann für Porzellanpfeifenköpfe, gibt für die Anbringung des Schleifstriches die „frühen 20er Jahre des 19. Jh. an. Vergl. Morgenroth, Tabakpfeifen sammeln – Kunstwerke in Porzellan, Seite 97

Die Erhaltung ist tadellos, ohne Sprünge, Risse, Dips oder Farbabrieb; jedoch etwas Goldabrieb am Kesselrand. Im Kessel unterglasurblaue Schwertermarke (ab 1817), Ferse mit Schleifstrich überlagerter Presszahl 36, als Zeichen für einen Hausmaler. H.= 10,7cm; zur Präsentation auf Würfel und Abguss montiert, H=16,5cm

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