Hochzeitsbecher mit Porzellanmalerei und Untertasse, D2828
Meissen, um 1765–1775
„Tasse mit Untertasse, unterglasurblaue Schwertermarke; fein gemalte Genre-Szene eines jungen Paares in empfindsamer Annäherung im Alkoven, begleitet von einem kleinen Schoßhund. Die Darstellung steht im Kontext der empfindsamen Liebesikonographie der 1760er Jahre, wie sie durch französische und deutsche Kupferstichvorlagen verbreitet wurde. Unterhalb der Szene die kalligraphische Inschrift:
„Nun sieht nach langem Harren, Hoffen
Das junge Paar den Himmel offen.“
Der Vers steht in enger sprachlicher Nähe zu zeitgenössischer empfindsamer Dichtung und verweist auf das Motiv der erfüllten Liebeserwartung. Unterglasurblaue Schwertermarke ohne Punkt zwischen den Knäufen, Datierung um 1765–1775.
Spätere grüne Inventar- bzw. Sammlermarkierungen oberhalb der Schwerter. Zustand altersgemäß, mit beriebenem Golddekor. Ein charakteristisches Beispiel Meissener Empfindsamkeitsporzellans des späten 18. Jahrhunderts.“
Abmessungen: Tasse: H = 8,9cm; Untertasse: H = 2,8cm; D =15cm
Nachweis: D2828
Provenienz
. 2025, Dezember – „Sammlung Dauer, Magdeburg“ von Privat aus Aub
Anmerkung
. in Anführungsstriche gestzter Text: ChaiGPT 19.02.2026